Livia von Livias Life Is Style hat mich gebeten, ihr für ihren Blog einmal zu schildern, wie so ein Herrmann Comic eigentlich entsteht.
Daraufhin habe ich ein lückenloses Protokoll geschrieben, welches ich euch natürlich nicht vorenthalten will:

Sonntag, 21:54: Ich realisiere entsetzt, dass der neue Comic in zwei Stunden online gehen muss.
21:55: Hektisch krame ich Stifte und Papier zusammen und suche in meinem Skizzenbuch nach Ideen.
22:00: Wenn ich eine Idee gefunden habe, die ich umsetzen will, zeichne ich ein Layout und plane, wie die Figuren angeordnet werden sollen.
22:02: Bevor ich mit der Ausarbeitung der Skizze beginne, mache ich meine Spotify-Playlist an. Der erste Song, der läuft, ist „Party In The U.S.A.“ von Miley Cyrus. Ich schäme mich für meinen Musikgeschmack.
22:05: Ich fange an, den Figuren Mimik und Gestik zu geben. Dafür verwende ich einen roten Buntstift, weil der später vom Scanner nicht gelesen wird und ich mir so das Wegradieren der Vorzeichnung spare. (Ich weiß, dass das an Faulheit nur schwer zu übertreffen ist.)
22:17: Wenn die Skizze fertig ist, geht’s ans Inken. Dabei ziehe ich die roten Striche mit Pinsel und Finelinern nach. Die Linien, die dabei entstehen, nennt man Outlines.
22:36: Der analoge Teil ist vorbei, jetzt kommt der PC zum Einsatz. Dafür scanne ich die Zeichnung erst mal ein.
22:42: Ich rege mich darüber auf, dass ich offenbar den langsamsten Scanner der Welt besitze.
22:45: Am Computer füge ich den Text in den Cartoon ein („Lettering“).
22:51: Ich gehe kurz auf YouTube.
22:52: Oh, ein lustiges Katzenvideo!
23:05: Hahaha, sie erschreckt sich vor ihrem Spiegelbild!
23:41: Blick auf die Uhr. Fuck!
23:42: Mit meinem Grafiktablett koloriere ich die Zeichnung in Photoshop und füge anschließend das Logo hinzu.
0:00: Der fertige Comic geht online.
0:04: Oh, ein lustiges Katzenvideo!